Wie Bottom Predict den Bitcoin-Boden einschätzt.
Eine feste Preisformel, die Zeit seit dem Allzeithoch und 18 geordnete Szenarioregeln: So entsteht die Ausgabe von KryptoSpace.
Von Dirk Ohlmann · veröffentlicht am 13. Oktober 2026 · Modellstand März 2025
Bottom Predict ist ein regelbasiertes Lern- und Vergleichswerkzeug. Du gibst das letzte Allzeithoch (ATH), den aktuellen Bitcoinpreis und die Datumswerte selbst ein. Daraus berechnet das Tool einen möglichen Bodenbereich und ordnet die aktuelle Preis-Zeit-Kombination einer Originalregel zu.
Eigene Werte in Bottom Predict prüfen →Die originale Preisformel
Für einen unterstützten ATH-Wert H über 69.000 bis einschließlich 300.000 USD arbeitet das Modell mit Verlustquoten von 60, 65 und 70 Prozent. Erst wird der Verlustbetrag berechnet, anschließend vom ATH abgezogen:
| Wert | Originalrechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Oberes Ende des Basisbands | 100.000 − 100.000 × 0,60 | 40.000 USD |
| Zentraler Modellwert | 100.000 − 100.000 × 0,65 | 35.000 USD |
| Unteres Ende des Basisbands | 100.000 − 100.000 × 0,70 | 30.000 USD |
Diese Werte sind ein Rechenbeispiel, keine aktuelle Bitcoinprognose. Für die Regelentscheidung bleibt die Operationsreihenfolge des ursprünglichen Java-Codes erhalten. Das verhindert, dass vorzeitiges Runden Grenzfälle in ein anderes Szenario verschiebt.
Welche ATH-Bereiche unterstützt werden
| ATH in USD | Modus | Verlustquoten |
|---|---|---|
| Über 19.000 bis 22.000 | Historischer Rückblick 2018 | 80 / 85 / 90 % |
| Über 67.000 bis 69.000 | Historischer Rückblick 2022 | 70 / 75 / 80 % |
| Über 69.000 bis 300.000 | Preis- und Szenariomodell | 60 / 65 / 70 % |
Andere ATH-Werte liegen außerhalb der ursprünglichen Modellbereiche. Die Web-App kennzeichnet diesen Fall ausdrücklich. Sie erfindet keine Zwischenformel und extrapoliert nicht über 300.000 USD.
Preis und Zeit werden gemeinsam eingeordnet
Die vier Abschnitte A1 bis A4 beschreiben den Verlauf nach dem ATH. Normaler Verlauf, positive oder negative Tendenzen und extreme Abweichungen besitzen eigene Preisgrenzen. Das Modell verwendet für seine Entscheidungen volle 30-Tage-Monate. Beispielsweise entspricht Monat 10 den Tagen 300 bis 329 nach dem ATH; Monat 12 den Tagen 360 bis 389.
Der angezeigte Zeitraum für eine mögliche Bodenbildung wird anders berechnet: ATH-Datum plus zehn Kalendermonate, danach zwei weitere Kalendermonate. Das sind Kalenderdaten, keine exakt zugesagte Dauer des Bärenmarkts.
Die Regeln werden in ihrer ursprünglichen Reihenfolge geprüft. Der erste passende Zweig gewinnt. Deshalb ergeben 48.000 USD bei einem hypothetischen ATH von 100.000 USD und 300 vergangenen Tagen „A4: Bitcoin verhält sich normal“. Die ebenfalls denkbare spätere positive Ausnahmeregel wird dann nicht mehr ausgeführt.
Was Ausnahmezustände bedeuten
„Positive Tendenz“ bedeutet im Modell, dass der Preis höher liegt als für die erwartete Abwärtsbewegung angenommen. „Negative Tendenz“ bedeutet, dass er bereits tiefer liegt. Diese Begriffe beschreiben den Vergleich mit der Modellregel; sie messen keine eigenständige aktuelle Trendrichtung.
Bei späten positiven Ausnahmen kann das Modell einen höheren Bodenbereich nennen. Im Beispiel mit ATH 100.000 USD sind das je nach Regel 40.000 bis 50.000 USD oder 40.000 bis 55.000 USD. Die Oberfläche zeigt dieses Szenarioband zusätzlich zum Basisband. Negative Ausnahmen erhalten ebenfalls ihre vollständigen Originalerklärungen.
Was die Web-Version korrigiert
Null, negative Preise und nicht endliche Zahlen werden abgewiesen. Kalenderdaten werden streng geprüft; ein ungültiger 31. Februar rollt nicht in den März weiter. Ein ATH-Datum nach dem Auswertungsstichtag ist unzulässig. Der Stichtag ist ein expliziter UTC-Kalendertag, sodass Uhrzeit und Sommerzeit die Tageszählung nicht verschieben.
Gültige Eingaben ohne passende Originalregel heißen „vom Modell nicht abgedeckt“. Das ist etwas anderes als eine fehlerhafte Eingabe. Die wirkungslose Auswahl einer längeren Bärenmarktdauer aus der Desktop-App wird nicht als funktionierendes Modell angeboten.
Java-Parität und Prognosegüte sind unterschiedliche Prüfungen
Der Web-Rechenkern wurde mit 3.224 synthetischen Java-Ausgaben verglichen. Dabei stimmten die vollständigen deutschen Ergebnistexte überein. Die Prüfung deckt alle 18 Szenariozweige, beide historischen Modi, Preisgrenzen, Zeitübergänge und Monatsenden ab.
Diese Übereinstimmung belegt die originalgetreue Berechnung. Sie belegt keine Trefferquote. Prozentangaben wie 70–80 % in den Originaltexten sind fest hinterlegte Einschätzungen des Autors und keine gemessene statistische Sicherheit.
Ein belastbarer historischer Backtest braucht vorab definierte Trefferkriterien, eine Kursquelle und Eingaben, die am jeweiligen Beobachtungstag bekannt waren. Ein später bekanntes ATH oder Tief darf nicht unbemerkt in eine vermeintliche damalige Prognose eingehen. KryptoSpace veröffentlicht derzeit keine durch einen solchen Test nachgewiesene Prognosegenauigkeit.